Garten- und Landschaftsbeleuchtung: Funktionen, Techniken und Planung in 7 Schritten

Garten- und Landschaftsbeleuchtung: von Schichtprinzipien bis zu Profi-Techniken

Bei einer wirkungsvollen Garten- und Landschaftsbeleuchtung kommt es nicht darauf an, möglichst viele Leuchten zu installieren. Entscheidend sind der passende Abstrahlwinkel, die Farbtemperatur und die Abstände, damit das Grundstück nach Einbruch der Dunkelheit dezent und interessant beleuchtet wird. Gut geplantes Licht ergänzt die Architektur, leitet Besucher über das Gelände und erweitert den Wohnraum nach draußen. Eine schlechte Lichtplanung kann das Grundstück dagegen in das grelle Licht eines Flughafenrollfelds tauchen.

Dieser Leitfaden behandelt 5 Funktionsbereiche der Außenbeleuchtung, das Schichtprinzip, das professionelle von durchschnittlichen Projekten unterscheidet, alle 8 grundlegenden Beleuchtungstechniken, die 5 gängigen Leuchtentypen, die Sie auswählen müssen, den Planungsprozess in 7 Schritten, die 7 häufigsten Fehler und eine Entscheidungsmatrix, mit der Sie abwägen können, ob ein DIY-Set, ein Lichtplaner oder der direkte Bezug vom Hersteller die richtige Wahl ist.

Kurzüberblick: Garten- und Landschaftsbeleuchtung auf einen Blick

Was ist das? Planung elektrischer Außenbeleuchtung für Gärten, Wege, befestigte Außenflächen und Gebäudefassaden
Grundprinzipien Mehrschichtige Lichtplanung (Vordergrund / Mittelgrund / Hintergrund) + warme Farbtemperatur von 2700–3000 K + blendfreie Ausrichtung
Übliche Spannung 12 V oder 24 V Niedervolt (DC), versorgt über einen Abwärtstransformator von 120 V auf 12/24 V
Acht grundlegende Techniken Uplighting, Downlighting, Streiflicht, Wandflutung, Silhouettenbeleuchtung, Schattenwurf, Mondlichteffekt, Kreuzbeleuchtung
Gängige Leuchtentypen Wegeleuchten, Bodeneinbauleuchten, Strahler, Flutlichtstrahler, Stufenleuchten, Unterwasserleuchten, Wandfluter, Hängeleuchten
Wichtige Normen und Richtlinien ANSI/IES RP-47-23 Recommended Practice: Landscape Lighting; Richtlinien für DarkSky Approved-Leuchten; IP65/IP66-Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser; CE / RoHS

Was ist Garten- und Landschaftsbeleuchtung?

Was ist Garten- und Landschaftsbeleuchtung?

Bei der Garten- und Landschaftsbeleuchtung werden elektrische Außenleuchten geplant, ausgewählt und installiert, damit ein Grundstück nachts funktional, sicher und gestalterisch vielschichtig wirkt. Dazu zählen Gärten, Rasenflächen, befestigte Außenbereiche (Terrassen, Stützmauern, Wasserspiele), Wege und Zufahrten sowie die Fassaden von Gebäuden. Ziel ist eine ausgewogene Komposition statt einer überall gleichmäßigen Beleuchtung.

Ein verbreitetes Missverständnis lautet: Außenbeleuchtung sei einfach „Innenbeleuchtung, die draußen eingesetzt wird“. Zwar handelt es sich bei den meisten Leuchten um Niedervoltleuchten (12 V oder 24 V), die wetterfest (IP65 oder höher) sind und deren Licht gezielt gelenkt wird. Doch sie erfüllt noch einen weiteren Zweck: Sie beeinflusst, wie wir die räumliche Tiefe dreier Ebenen wahrnehmen – Gelände, Bauwerke und die sie umgebende Bepflanzung. Eine anerkannte Branchenreferenz ist ANSI/IES RP-47-23 Recommended Practice: Landscape Lighting, herausgegeben von der Illuminating Engineering Society.

Dieses Dokument erläutert die Gründe für die Planung, empfohlene Beleuchtungsstärken und Qualitätskriterien.
📐 Technischer Hinweis

Die veröffentlichte ANSI/IES RP-47-23 behandelt nicht nur Lichtstromziele, sondern auch Lichtimmission auf Nachbargrundstücke, nach oben gerichtete Lichtemissionen, den CRI und empfohlene Farbtemperaturen für Wohn- und Gewerbeanwendungen sowie für Gebiete mit DarkSky-Schutz. Bei Projekten in DarkSky-Schutzgebieten ziehen Lichtplaner häufig auch die Five Principles for Responsible Outdoor Lighting heran.

Die 5 zentralen Funktionen der Außenbeleuchtung

Einsteigerleitfäden teilen Außenleuchten häufig in drei Kategorien ein: Allgemein-, Arbeits- und Akzentbeleuchtung. Das ist zwar ein nützliches Denkmodell, lässt aber Unterscheidungen aus, die in den meisten praxisorientierten Einteilungen vorkommen. Ein gut geplantes System umfasst mindestens 5 grundlegende Arten der Außenbeleuchtung, denn die benötigten Lichtströme, Abstrahlwinkel und Leuchtentypen unterscheiden sich deutlich zwischen Sicherheits- und Schutzbeleuchtung sowie zwischen Allgemein- und Arbeitsbeleuchtung.

  1. Wege, Fußwege und Zufahrtsränder dienen der Sicherheit. Die Richtlinien der Illuminating Engineering Society empfehlen für sichere Wege am Haus eine Beleuchtungsstärke mit einem Wartungswert von 0,5-2 footcandles. Dafür eignen sich Wegeleuchten mit geringem Lichtstrom, die in einem Abstand von 6-8 feet installiert werden.
  2. Zur Schutzbeleuchtung gehören Grundstücksgrenzen, Garagentore und seitliche Grundstücksbereiche. Sie wird mitunter durch Bewegungsmelder aktiviert und ist deutlich heller als die Sicherheitsbeleuchtung. Voll abgeschirmte Flutlichtstrahler verhindern, dass Licht auf Nachbargrundstücke oder in den Nachthimmel fällt.
  3. Akzentbeleuchtung setzt einzelne Bäume, Statuen, Wasserspiele und architektonische Details in Szene. Dafür werden oft eng abstrahlende Strahler oder unauffällige Bodeneinbauleuchten eingesetzt. So entsteht gezielte Dramatik statt einer gleichmäßigen Ausleuchtung.
  4. Aufenthaltsbereiche im Freien, Terrassen, Decks und gesellige Treffpunkte werden mit Allgemeinbeleuchtung erhellt. Sie ist eher gedämpft und breit gestreut. Häufig hängen Leuchten wie Laternen oder Lichterketten von oben herab.
  5. Arbeitsbeleuchtung wird für Außenküchen, Grills, Arbeitsflächen, Leseecken, Kerzen und Wasserstrahler benötigt. Dafür braucht es einen höheren Lichtstrom, einen gebündelten Lichtstrahl und einen CRI von 90+, damit die Farben von Speisen und Materialien naturgetreu wiedergegeben werden.

Die meisten gut geplanten Anlagen erfüllen drei bis vier dieser Funktionen in einem einzigen Beleuchtungskonzept und nutzen dabei gezielte Helligkeitsverhältnisse zwischen den Bereichen (siehe unten). Laut den ENERGY STAR-Empfehlungen für Außenbeleuchtung liefert eine LED-Außenleuchte mit hohem Lichtstrombereich dieselbe Lichtmenge bei etwa einem Drittel der Leistung einer herkömmlichen Halogenleuchte. Eine mehrschichtige Lichtplanung ist daher langfristig deutlich kostengünstiger im Betrieb.

Das Schichtprinzip: die 3:1:1-Regel

Das Schichtprinzip: die 3:1:1-Regel

Konzepte, bei denen Leuchten ohne Rücksicht auf die räumliche Tiefe ergänzt werden, wirken nachts flach. Professionell ist eine Planung in drei Ebenen – Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund –, für die jeweils unterschiedliche Beleuchtungsstärken und Methoden vorgesehen werden.

  • Vordergrund (0-10 ft vom Betrachter entfernt): Wegeleuchten, Stufenleuchten, niedrige Leuchten. Ziel-Lichtstrom: 50-200 Lumen pro Leuchte, üblicherweise bei 1-3 W LED.
  • Mittelgrund (10-30 ft vom Betrachter entfernt): die wichtigste Ebene für Blickfänge (ein beleuchteter Solitärbaum, ein beleuchteter Brunnen oder eine beleuchtete Statue). Ziel-Lichtstrom: 200-600 Lumen pro Akzentleuchte.
  • Hintergrund (30+ ft vom Betrachter entfernt): eine als Silhouette beleuchtete Sichtbarriere, eine weit entfernte Fassadenflutung oder sanftes Mondlicht im Blätterdach. Ziel-Lichtstrom: 50-300 Lumen, bewusst geringer als im Mittelgrund.
⭐ Die 3:1:1-Regel

Akzentzonen (Blickfangbereiche) sollten etwa 3× so hell wie die Grundbeleuchtung sein; in Sicherheitszonen sollte die Beleuchtungsstärke im Verhältnis 1:1 zur Grundbeleuchtung stehen. Dieses Verhältnis lenkt den Blick zuerst auf die Akzentbeleuchtung, sodass das Grundstück wie eine durchdachte Komposition und nicht wie eine Start- und Landebahn wirkt. Die Farbtemperatur muss auf allen drei Ebenen einheitlich sein – wählen Sie für Wohngebäude entweder 2700 K (warm) oder für Gewerbe 3000 K (neutralwarm) und kombinieren Sie niemals 2700 K mit 4000 K in derselben Sichtachse.

Fachleute beobachten allgemein, dass professionelle Garten- und Landschaftsbeleuchtung aus Lichtinseln besteht und nicht aus gleichmäßig verteilten Lichtpunkten. Der Lichtplaner Mark Piantedosi von Commonwealth Landscape Lighting empfiehlt deshalb, Leuchten entlang einer Sichtachse nicht näher als etwa 20 ft voneinander entfernt aufzustellen. Bei geringerem Abstand entsteht ein flaches Band aus gleichmäßiger Beleuchtung.

8 zentrale Techniken der Garten- und Landschaftsbeleuchtung

8 zentrale Techniken der Garten- und Landschaftsbeleuchtung

Für die Umsetzung eines mehrschichtigen Lichtkonzepts braucht es einheitliche Fachbegriffe. Jeder Leuchtentyp erhält eine Bezeichnung für die jeweilige Technik. Sobald Sie die Namen kennen, bilden die 8 Techniken das Vokabular des Lichtplaners. Zu wissen, wann man welche Technik einsetzt, ist das Wesentliche der Lichtplanung.

1. Uplighting

Eine Uplight-Leuchte wird auf Bodenhöhe oder darunter montiert und auf ein vertikales Objekt wie einen Baumstamm gerichtet. Sie eignet sich besonders für Bäume mit skulptural geformten Baumkronen, Säulen, Statuen und architektonischen Pfeilern. Typisch ist der Einsatz eng abstrahlender Bodeneinbauleuchten (15-45 deg Abstrahlwinkel) für den Stamm und eines breiter abstrahlenden Strahlers für die Baumkrone.

2. Downlighting

Die Leuchte wird hoch oben montiert – etwa an der Dachtraufe, an der Unterseite eines architektonischen Dachüberstands oder an einem Ast – und wirft ihr Licht nach unten. Wird das Licht bei Bäumen mit dichtem Blätterdach durch die Äste gelenkt, entsteht ein geflecktes Muster ähnlich dem Mondlicht. Darauf beruht der Mondlichteffekt.

3. Streiflicht

Die Leuchte wird 6-12 inches von einer strukturierten vertikalen Oberfläche entfernt montiert, etwa einer Steinmauer, einer Backsteinfassade oder einer verwitterten Baumrinde. Der Lichtstrahl streift in einem sehr flachen Winkel über die Oberfläche. Je flacher der Einfallswinkel, desto deutlicher treten Schatten und Strukturen hervor. Deshalb eignet sich Streiflicht besonders für Mauerwerk, Bäume mit strukturierter Rinde und rustikale Steinsäulen.

4. Wandflutung

Eine Wandfluter-Leuchte wird mit einem breiteren Abstrahlwinkel (60-90 degree) 1-2ft von einer ebenen, senkrechten Oberfläche entfernt positioniert. Das gestreute Licht sorgt im Gegensatz zum Streiflicht für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Es eignet sich für glatte, moderne Fassaden, Gesichter und Beschilderungen.

5. Silhouettenbeleuchtung

Gegenlicht: Die Leuchte steht hinter dem Objekt und ist auf eine dahinterliegende Wand oder Hecke gerichtet. Dadurch erscheint das Objekt als dunkle Silhouette vor der beleuchteten Fläche. Bei gestalterisch reizvollen Pflanzen wie Japanischen Ahornen, Gräsern und kleinen blühenden Bäumen mit charakteristischen Formen ist dieser Effekt besonders wirkungsvoll.

6. Schattenwurf

Die Leuchten stehen vor dem Objekt und sind auf die dahinterliegende Wand gerichtet. So wird der Schatten des Objekts Teil der Komposition. Der Schatten wird zum Kunstwerk – besonders wirkungsvoll bei filigranen Zweigen, Rankgittern und kunstvollen Schmiedearbeiten.

7. Mondlichteffekt

Beim Mondlichteffekt werden Leuchten hoch oben in breitkronigen Bäumen montiert, mit oder ohne niedrige Unterpflanzung, und durch die Baumkrone gerichtet. So entsteht ein geflecktes, gefiltertes Lichtmuster auf dem Boden. Der Effekt erinnert an das Licht, das man an einem klaren Abend auf offenem Gelände im Mondschein sieht. Er ist der weichste und romantischste Effekt der Garten- und Landschaftsbeleuchtung für Wohngebäude und wird am häufigsten fotografiert.

8. Kreuzbeleuchtung

2 Leuchten, die auf gegenüberliegenden Seiten des Blickfangs positioniert und beide nach innen gerichtet sind. Der gebrochene Lichtstrahl erzeugt weichere Schattenverläufe auf dem Blickfang als ein paralleler Lichtstrahl und sorgt für eine gleichmäßigere 3-D-Darstellung – alles gängige Verfahren bei Skulpturen, Zierbrunnen und als Anschauungsobjekte dienenden Bäumen, die aus mehreren Blickwinkeln im Vorbeigehen betrachtet werden.

Leuchtentypen: ein praktischer Einkaufsführer

Jede dieser Techniken entspricht einem oder zwei gängigen Leuchtentypen. Diese 8 allgemeinen Leuchtenkategorien decken praktisch alle Projekte der Garten- und Landschaftsbeleuchtung im Wohn- und Gewerbebereich ab. Die passende Kategorie auszuwählen ist entscheidend, um die jeweilige Technik korrekt umzusetzen.

Leuchte Bauform Typischer Abstrahlwinkel Geeignet für IP-Schutzart
Wegeleuchte Hutförmige Leuchte am Erdspieß, 18–24 in. hoch 60–120° nach unten gerichtet Wege, Zufahrtsränder, Ränder von Gartenbeeten IP65
Bodeneinbauleuchte (Uplight im Bodeneinbau) Bündig in den Boden eingelassen 15–45° eng Uplighting für Bäume, Säulenflutung, verdeckt montiertes Uplighting IP67–IP68
Strahler (Bullet) Verstellbarer Strahler am Erdspieß oder zur Oberflächenmontage 15–60° eng bis mittelbreit Akzentbeleuchtung für Bäume, Statuen und architektonische Blickfänge IP65
Flutlichtstrahler Breit abstrahlend, mit Gelenk- oder Bügelhalterung 60–120° breit Fassadenflutung, Grundstücksgrenzen für Schutzbeleuchtung, großflächige Beleuchtung IP65
Stufenleuchte In eine Setzstufe oder Stützmauer eingelassen 90° asymmetrisch nach unten gerichtet Treppen, Stützmauern, Deckränder IP65
Unterwasserleuchte Tauchfähig 45–90° Pools, Springbrunnen, Teiche, Koi-Gärten IP68
Wandfluter / lineare Leiste Lineares Lichtband oder Leiste 30–60° asymmetrisch Fassadenflutung, Beschilderungen, moderne ebene Oberflächen IP65–IP66
Hängeleuchte Pendelleuchte an einer Pergola oder Veranda Rundum abstrahlend Pergolen, Pavillons, Eingangsveranden, Essbereiche im Freien IP44+

Bei größeren gewerblichen Projekten, für die lichttechnische Berechnungen und DarkSky-konforme Leuchten aufgrund von Vorschriften oder Spezifikationen erforderlich sind, bietet der Direktbezug vom Hersteller – etwa über den gewerblichen Lichtplanungsservice von CX für Garten- und Landschaftsbeleuchtung – standardmäßig die Lieferung von IES-Dateien, BUG-bewertete Leuchten und Gehäuse mit IP66-Schutzart. Für kleine Wohnprojekte mit weniger als 30 Leuchten sind Einzelhandelssets oder spezialisierte Boutique-Marken meist ein sinnvoller Ausgangspunkt.

Die Planung der Garten- und Landschaftsbeleuchtung in 7 Schritten

Die Planung der Garten- und Landschaftsbeleuchtung in 7 Schritten

Hier finden Sie den siebenstufigen Arbeitsablauf, den die meisten professionellen Lichtplaner für Garten- und Landschaftsbeleuchtung nutzen. Er ist so aufbereitet, dass Lichtplaner und Installateure ihn leicht verstehen und Grundstückseigentümer sich vor der Leuchtenauswahl damit vertraut machen können.

  1. Gehen Sie bei Sonnenuntergang über das Grundstück – das ist die Begehung in der Dämmerung. Achten Sie auf drei wichtige Dinge: natürliche Blickfänge (Solitärbäume, architektonische Elemente, Wasserspiele); dunkle Bereiche, die ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten (Stufen, Höhenunterschiede, Tore); und den Punkt, auf den Ihr Blick beim Betreten des Grundstücks zuerst fällt.
  2. Legen Sie für jeden Bereich funktionale Ziele fest. Wählen Sie für jeden Bereich die Hauptfunktion aus dem zuvor beschriebenen Fünf-Funktionen-Modell: Sicherheit, Schutz, Akzent, Allgemeinbeleuchtung oder Arbeitsbeleuchtung. Ein Bereich kann eine Nebenfunktion haben, muss aber eindeutig eine Hauptfunktion erfüllen.
  3. Legen Sie mindestens drei Blickfänge fest. Auf einem Grundstück gibt es höchstens einen Blickfang pro wichtiger Sichtachse (Haustür, hintere Veranda, Poolterrasse). Vermeiden Sie es, alles zu beleuchten: Damit die Akzente wirken, muss diese Ebene gezielt eingesetzt werden.
  4. Planen Sie Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund. Halten Sie sich an die 3:1:1-Regel. Verwenden Sie im gesamten Projekt einheitlich 2700 K für Wohngebäude oder 3000 K für gewerbliche Gebäude – mischen Sie die Farbtemperaturen nicht.
  5. Stimmen Sie die Technik auf die Leuchte ab. Wählen Sie für jedes beleuchtete Element eine Technik (Flutlicht, Streiflicht, Silhouettenbeleuchtung usw.) und anschließend die dazu passende Leuchtenkategorie. Statuen werden üblicherweise mit zwei eng abstrahlenden Strahlern kreuzbeleuchtet; strukturierte Steinmauern werden mit einem Wandfluter aus 6-12 inches Abstand angestrahlt.
  6. Planen Sie Stromversorgung und Verdrahtung. Typische Niedervoltanlagen im Wohnbereich verwenden 12 V oder 24 V und werden über einen Transformator von 120 V auf 12/24 V versorgt. Wählen Sie einen Transformator, dessen Leistung ungefähr 80 % der Gesamtleistung aller Leuchten in Watt beträgt, damit Leistungsreserve bleibt. Mit der Formel (2 Kabellänge in ft Gesamtleistung der Leuchten) (Kabelquerschnitt in circular mils durchschnittliche Spannung) lässt sich der Spannungsabfall bei langen Leitungswegen bestimmen. Idealerweise liegt der Gesamtspannungsabfall unter 10 % (installieren Sie 1,2 V bei einem 12 V-System). Bei Leitungswegen von 50 ft oder mehr ist die „Hub-Methode“ eine Möglichkeit: ein Kabel der Stärke 10 gauge führt vom Transformator zu einer wasserdichten Anschlussdose; von dort führen Abzweigungen der Stärke 12 gauge und gleicher Länge zu den einzelnen Leuchten.
  7. Programmieren Sie das System. Installieren Sie mindestens eine Zeitschaltuhr und einen Dämmerungsschalter. Für anspruchsvolle Kunden können Sie außerdem eine Lichtsteuerung über Wi-Fi oder Zigbee integrieren, damit das Grundstück über eine Dämmerungsszene, eine Abendszene und eine Schutzszene verfügt.

Wenn Sie eine offizielle Fortbildung auf diesem Spezialgebiet suchen, bietet das International Landscape Lighting Institute mehrtägige Intensivprogramme zu genau diesem Ablauf sowie zusätzliche Module zur Berechnung der Transformatorgröße, zum Spannungsabfall und zur Programmierung von Lichtszenen an.

7 häufige Fehler bei der Planung von Garten- und Landschaftsbeleuchtung

Probleme mit der Garten- und Landschaftsbeleuchtung treten oft auf ähnliche Weise auf. Im Folgenden finden Sie 7 häufige Fehler, auf die erfahrene Lichtplaner bei Reparaturen häufig stoßen:

  1. Zu viel Licht auf dem Grundstück: Jede Ecke jedes Gebäudes wird geflutet, jedes Beet mit Flutlichtstrahlern beleuchtet und jeder Busch erhält eine Akzentleuchte. Eine gleichbleibende Helligkeit ohne Hierarchie der Blickfänge sorgt für einen beleuchteten, aber nicht gestalteten Eindruck.
  2. Uneinheitliche Farbtemperatur: Werden Leuchtmittel mit 2700 K und 4000 K im selben Blickfeld kombiniert, wirkt das Lichtbild unruhig. Wählen Sie eine Farbtemperatur und beziehen Sie alle Leuchtmittel gemeinsam.
  3. Missachtung des Schichtprinzips: Ein heller Flutlichtstrahler, der die gesamte Hausfront ausleuchtet, hebt die räumliche Tiefe auf und lässt die Silhouetten der Pflanzen im Vordergrund verschwimmen. Ohne Hierarchie aus Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund wirkt das Grundstück flach und zweidimensional.
  4. Blendung in den Augen: Die Leuchten sind direkt auf Sichtachsen von Türen, Fensterplätzen oder Sitzbereichen gerichtet. Verringern Sie die Blendung durch Blenden oder Abschirmungen an Strahlern, wechseln Sie zu Leuchtmitteln mit geringerem Lichtstrom (1-3W LED ist meist ausreichend) oder positionieren Sie die Leuchten so, dass sie durch Wasser oder Landschaftselemente verdeckt werden.
  5. Spannungsabfall bei langen Leitungswegen: Nachgeschaltete Leuchten geben weniger Licht ab als die ersten Leuchten. Eine einfache Methode, den Spannungsabfall zu verringern, ist die oben unter 6 beschriebene Hub-Methode.
  6. Verstöße gegen DarkSky-Vorgaben durch ungeschirmtes Uplighting: Laut den Kriterien für DarkSky Approved-Leuchten darf der Lichtstrom einer Leuchte insgesamt 1.000 Lumen nicht überschreiten. Nach oben (zwischen 90 und 180) dürfen nicht mehr als 50 Lumen austreten. Die beste Lösung sind voll abgeschirmte Leuchten und engere Abstrahlwinkel.
  7. Zu starke Orientierung an der Leistung: Es werden 35-50 W LED-Leuchten spezifiziert, weil diese Leistung in der Halogen-Ära üblich war. Heute erzielen LED-Leuchten denselben Lichtstrom bei etwa einem Drittel der Leistung herkömmlicher Halogenlampen. Eine Überdimensionierung führt zu unnötiger Helligkeit und Blendung.

Eine hilfreiche Faustregel: Fragen Sie bei der Planung jede Leuchte, ob sie eine der fünf Funktionen erfüllt, einer bestimmten Ebene zugeordnet ist, eine benannte Technik umsetzt und den DarkSky-Prinzipien entspricht. Behalten Sie nur Leuchten, auf die alle vier Aussagen zutreffen.

Von der Planung zur Beschaffung: DIY, Lichtplaner oder direkter Herstellerbezug

Von der Planung zur Beschaffung: DIY, Lichtplaner oder direkter Herstellerbezug

Nach der Erstellung des Lichtkonzepts steht als zweite wichtige Entscheidung die Beschaffung der Leuchten an. Die folgende Matrix mit drei Stufen hilft Ihnen, Projektumfang und Komplexität dem passenden Beschaffungsweg zuzuordnen.

DIY-Set

4–8 Leuchten, Wohnbereich, keine Genehmigung erforderlich, Budget unter $1,500.

Einzelhandelssets enthalten alle Komponenten: Transformator, Kabel und identische Leuchten. Sie eignen sich für die Beleuchtung von Wegen und einige Uplights.

Lichtplaner beauftragen

10-30 Leuchten, individuell auf Wohngebäude abgestimmt; die Preisgestaltung enthält üblicherweise ein Planungshonorar von etwa 10-15 percent der Leuchtenkosten.

Ein Lichtplaner für Garten- und Landschaftsbeleuchtung erstellt den lichttechnischen Beleuchtungsplan, bestimmt die erforderliche Transformatorgröße, schätzt den Spannungsabfall und richtet die Leuchten vor Ort aus und justiert sie.

Direkte Spezifikation beim Hersteller

50 oder mehr Leuchten, für große gewerbliche, institutionelle oder Hotelprojekte; lichttechnische Dateien sind erforderlich.

Spezifikationen direkt vom Hersteller, gelieferte IES-Dateien und DarkSky-freundliche Leuchten mit langlebigen Bodeneinbaugehäusen der Schutzart IP66.

Wenn Sie die Anforderungen eines großhandelsbasierten Projekts erfüllen müssen, für das lichttechnische Dateien, die Einhaltung der DarkSky-Vorgaben für BUG-Zonen sowie CE / RoHS / IP66-Leuchten erforderlich sind, die direkt ab Werk von einem Hersteller der Güteklasse A geliefert werden, finden Sie weitere Informationen zum gewerblichen Lichtplanungsservice von Guangqi. Unser Team bei Guangqi entwickelt und fertigt seit 2010 LED-Außenleuchten und Architekturleuchten. Weltweit wurden bereits mehr als 50 Anlagen installiert. Außerdem verfügt das Unternehmen über integrierte interne Bereiche für Forschung und Entwicklung, Design, Leuchtenoptik und LED-Treiber.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

F: Wie erstelle ich einen Lichtplan für Garten und Landschaft?

Antwort anzeigen
Gehen Sie in der Dämmerung über das Grundstück und notieren Sie wichtige Merkmale, dunkle Bereiche und natürliche Sichtachsen. Weisen Sie jedem Bereich eine der fünf Funktionen zu (Sicherheit/Schutz/Akzent/Allgemeinbeleuchtung/Arbeitsbeleuchtung). Wählen Sie für jede wichtige Sichtachse einen Blickfang und verteilen Sie die Leuchten auf Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund – nach der 3:1:1-Regel. Legen Sie die Farbtemperatur auf 2700K für Wohngebäude oder 3000K für gewerbliche Gebäude fest. Bestimmen Sie anschließend die Transformatorgröße und den Spannungsabfall anhand der Hub-Methode.

F: Was ist die 5′7″-Regel für Beleuchtung?

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Die 57-Regel ist eine vom Path Lighting Institute empfohlene Methode für die Abstände von Leuchten an Wegen im Wohnbereich: Installieren Sie Leuchten in Abständen von 5-7 feet entlang geschwungener Wege und 6-8 feet entlang gerader Abschnitte. Wenn möglich, sollten sie abwechselnd auf beiden Seiten stehen. Ziel ist es, sich überlappende Lichtkreise auf Knöchelhöhe zu erzeugen – keine durchgehend hellen Flecken.

F: Wie viele Lumen benötige ich für die Außenbeleuchtung?

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Der benötigte Lichtstrom hängt von der Funktion ab: Wegeleuchten 50-200 Lumen pro Leuchte. Akzent-Uplights für Bäume und Statuen 200-600 Lumen. Stufenleuchten 50-100 Lumen. Flutlichtstrahler für Schutzbeleuchtung oder Fassaden 700-1.300 Lumen. Um Blendung und Himmelsaufhellung zu vermeiden, sollte eine Leuchte insgesamt nicht mehr als 1.000 Lumen abgeben und nach oben (in einem Winkel von weniger als 180 Grad) nicht mehr als 50 Lumen abstrahlen. Beginnen Sie mit einer niedrigen Helligkeit. Leuchtmittel lassen sich später aufrüsten; Blendung lässt sich nicht rückgängig machen.

F: Was ist der Unterschied zwischen einer Reihenschaltung und der T-Methode bei der Verdrahtung?

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Bei einer Reihenverdrahtung führt das Kabel vom Transformator zu einer Leuchte und von dort zur nächsten usw. Jede Leuchte verbraucht einen Teil der anliegenden Spannung. Deshalb erhält die letzte Leuchte in der Leitung weniger Leistung als die erste, wodurch die Leuchten am Leitungsende dunkler sind. Beim T-Verfahren wird die Leitung in der Mitte aufgeteilt, sodass zwei gleich lange Abzweigungen entstehen, die jeweils etwa die Hälfte der Leuchten versorgen. Dadurch ist die Spannungsverteilung gleichmäßiger. Das Hub-Verfahren geht noch einen Schritt weiter: Eine Zuleitung mit 10 AWG führt zu einer umweltbeständigen, abgedichteten Abzweigdose. Von dort versorgt jeweils ein gleich langes 12-AWG-Kabel jede Leuchte mit Strom. Bei langen Kabelstrecken sorgt diese Methode insgesamt für die gleichmäßigste Lichtfarbe.

Kann ich die Garten- und Landschaftsbeleuchtung selbst installieren?

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Für Niedervoltanlagen mit 12 V oder 24 V geeignet; alle Angaben sind Referenzentwürfe für Heimwerkerprojekte. Ein Netzspannungsanschluss mit 120 V am Transformator erfordert häufig eine zugelassene Elektrofachkraft und eine FI-geschützte Außensteckdose. Kabel weniger als 6 Zoll tief zu verlegen und jede Verbindung wasserdicht abzudichten, sind die beiden größten Schwachstellen von Heimwerkeranlagen.

Quellen und Referenzen

  1. ANSI/IES RP-47-23 Empfohlene Praxis: Garten- und Landschaftsbeleuchtung — Fachbibliothek der Illuminating Engineering Society
  2. Fünf Grundsätze für verantwortungsvolle Außenbeleuchtung — DarkSky International
  3. Richtlinien für DarkSky-zertifizierte Leuchten – DarkSky International
  4. International Landscape Lighting Institute — Branchenverband für Aus- und Weiterbildung
  5. ENERGY STAR-zertifizierte Außenbeleuchtung – US-Umweltschutzbehörde
  6. Alles Wissenswerte zur Garten- und Landschaftsbeleuchtung — This Old House

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Über diesen Leitfaden zur Lichtplanung für Gärten und Landschaften

Dieser Artikel wurde vom Engineering-Team von Guangqi Lighting recherchiert und verfasst. Das Team verfügt über mehr als 14 Jahre Berufserfahrung in der Planung, Fertigung und Prüfung von LED-Außen-, Architektur- und Garten- und Landschaftsbeleuchtung in über 50 Ländern. Alle Empfehlungen entsprechen der ANSI/IES RP-47-23 Empfohlenen Praxis: Garten- und Landschaftsbeleuchtung, den Fünf Grundsätzen von DarkSky International und den Richtlinien für ENERGY STAR-zertifizierte Außenbeleuchtung. Schreiben Sie uns per E-Mail, wenn Sie projektspezifische lichttechnische Berechnungen oder kommerzielle Leuchten mit CE-, RoHS- und IP66-FI-Zertifizierung benötigen.